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Kurvenpeiniger Performance 2004 – Frankreich

Samstag, 17. Juli 2004 | Autor:

Hergebrannte Straßenlänge ca. 3.800 km!
(davon 30 durch Deutschland – dem Ende der Akrapovic-Tröten)

gepeinigte Autos: ca. 10.000
gepeinigte Motorräder: mindestens 500
Peiniger durch Motorräder gepeinigt: 4
davon brachial und peinlich: 1

Tour[ists]:

Mark | Chosen | Wini | Barns

17/07/04 (Sa) „Düsi“ – Gosau – Lammertal – Hochkönig – Reschenpass – Stilfser Joch – Bormio (520 km)
18/07/04 (So) Bormio – Gaviapass – Brescia – Parma – Apeninnenstraße – La Spezia – Pisa (550 km)
19/07/04 (Mo) nur zum Strand von Pisa und retour (40 km)
20/07/04 (Di) Toskana – Runde (Siena, San Gimignano, …) (280 km)
21/07/04 (Mi) Anfahrt zur Fähre Livorno – Bastia (30 km)
22/07/04 (Do) Asco-Tal und Cap Corse (300 km)
23/07/04 (Fr) St. Florent – östliche Berge (240 km)
24/07/04 (Sa) Stausee von Calacuccia (200 km)
25/07/04 (So) Fähre Bastia – Nizza – Monte Carlo – San Turini – Col des Granges – Barcelonette (240 km)
26/07/04 (Mo) Barcelonette – Col de Vars – Col d’ Izoard – Susa – Col du Mont Cenis – Col de Iseran – Val d’ Isere – Bourg St. Maurice (325 km)
27/07/04 (Di) Bourg St. Maurice – kleiner St. Bernhard – Aosta – großer St. Bernhard – Walliser Alpen – Furka Pass – Andermatt (400 km)
28/07/04 (Mi) Andermatt – Gotthard Pass – Oberalppass – Chur – Tiefencastel – Davos – Samnauntal – Pillerhöhe – Imst – Hall in Tirol (390 km)
29/07/04 (Do) Hall in Tirol – Lofer – scheiss kl. deutsches Eck – Salzburg – Schwanenstadt (240 km)

… ein Urlaub ohne umscheissen, Abfahrt zu mittag und viel Alkohol.

Das Ganze beginnt wie immer in Schwauna auf da Düsi…

… mit Verspätung vom Wini. „Wecker kaputt“ oder was auch immer die Ausrede war, den Kaffee hat er dann doch bezahlt.
Das Wetter ist perfekt, wie sollte es auch anders sein, wenn Engel reisen. Der Herr Chosen führt das Feld an, erstmal non-stop über Gmunden, Gosau und Abtenau ins Lammertal, weiter über den Hochkönig bis Hochfilzen.
Dort war dann leider eine traurige Pause angesagt, wir kamen zu einem Unfall, wo ein uns nicht bekannter Biker-Kollege sein Leben verlor.
Nach ca. einer Stunde ging´s dann eher verhalten weiter, über die Autobahn bis zum Tankstopp nach Imst. Wir haben dann erstmals überlegt, ob wir eine Vignette gebraucht hätten. Nach ein paar Leberkas-Semmeln fuhren wir über den Reschenpass und Nauders bis zum Stilfser Joch. War bis dahin das Wetter noch gut, kam oben am Joch die böse Wende, bei Nebel und Regen waren die letzten Kilometer runter nach Bormio relativ zach. Im Hotel Nazionale haben wir schliesslich gemützt, nach ordentlicher Jause, Bier und ein paar Havanna Clubs versteht sich.

Weiter geht´s …

… am zweiten Tag über den Gavia-Pass Richtung Edolo, Breno, vorbei am Lago di Iseo nach Brescia. Barns fährt bei herrlichem Wetter und Tempo an, dass es einem das Arschwasser in der Kombi zusammenrinnen lässt, bis Cremona. Wegen der Hitze war dann Fahrtwindkühlung gefragt, darum wurden die nächsten 70 km nach Parma auf der Autobahn unter des Herrn Chosen 1000er-Führung in 20 Minuten gepeinigt, Schnitt 210, Spitze 270, mit Gepäck!
Weiter geht’s über ein paar fade Passagen bis Fornova, wo dann das Paradies angefangen hat. Allerfeinste Querung der Apeninnen, 60km reine Umlegerpartie. Die heimische Jeans-auf-1000er-Partie wurde Peiniger-Style paniert. Unterbrechungen gab´s zuerst durch Mineral/Kaffee/Eis-Einwurf-Phase zu Beginn der göttlichen Montanbildung, und dann durch maximale Performance von Mark in einer Kurve mit bösem Asphalt, wo er mit viel Glück nur ein paar unwichtige Teile im Heckbereich (das Heck selber, Taferl, Licht, Schlag im Reifen usw.) verlor. Nach grober Behebung der Schäden ging die Route weiter über Serzona, tangential La Spezia und Massa nach Pisa. Anfänglich noch nicht den innerstädtischen Italo-Verkehr gewohnt wurde dieses Manko schnell behoben, und ab diesem Zeitpunkt allerorts auch im Stadtverkehr maximal angebrannt. Wir kamen dann relativ schnell im vorgebuchten Hotel di Stefano an und fanden trotz der Uhrzeit noch eine geeignete Einwurfstätte.

Das Pisa war dann wieder …

… ein Erlebnis für sich. Der Rezeptionist im Hotel, ein ausgewanderter Schrumpfgermane, kam mit der Peiniger-Mentalität nicht zurecht und meinte gleich am ersten Abend „… ich werf den Scheiss-Job hin!“
Freundlich um 07:30 durch die Drecks-Bauarbeiter geweckt durften wir dann zuerst einmal die Werkstatt des motorsportbegeisterten Ricardo – seines Zeichens Sohn des Hauses – benutzen, um Mark’s Hobel wieder halbwegs auf Vordermann zu bringen. Barns hat mit Ricardo die Ersatzteile besorgt und konnte dabei auf der 125er Mopettn einen Höllenritt durch Pisa erleben, mitten in der Rush Hour. Dann ging´s endlich ans Meer, wo mal primär fett gefressen wurde. Wini fährt an und dosiert die Geschwindigkeit nicht entsprechend der Schutzkleidung, zwei Kilo auf der Uhr in kurzer Hose und Leiberl sind kein Pappenstil.
Am Abend haben wir dann noch den „schöligen Turm“ besichtigt, hat aber nicht lange gedauert, weil der Hunger schon wieder im Vormarsch war. Daher folgte – wie jeden Abend in Pisa – der Einwurf von Italo-Kraftfutter beim „miachtlenden“ Kifferkellner Bino.

Maximale Performance in der Toskana.

Tag 4 unserer Reise widmeten wir der Erkundung des mittleren Italien. Nach dem Schlaf der Gerechten und ordentlichem Frühstück wurden die Eisen bestiegen. Anfangs ging´s relativ zach und bei mörder Hitze dahin, schließlich kamen dann aber doch die Radien. Barns führt uns – vorbei an Polizisten mit der MG im Anschlag – Richtung San Gimignano, wo die Altstadt besichtigt wurde. Siehe Wini und Barns als neue Mode-Trendsetter. Ein weiterer Stop war dann das Freibad in Siena, weil keiner mehr die Hitze ausgehalten hat. Kurze Stadtrundfahrt, dann weiter über Voltera, San Martino und die toskanischen Berge zurück nach Pisa. Die Tour wurde, wie im Endeffekt jede gewählte Etappe, längenmässig unterschätzt, dem entsprechend heftig war dann wieder das Verlangen nach großen Portionen. So gesehen war die finale Fresserei bei Bino und seinen zugekifften Freunden eigentlich logisch. Eine Vernichtung per Havanna Club war dann auch noch drin, weil am nächsten Tag nur die …

… Überfahrt nach Korsika …

… anstand. Mit Kopfweh haben wir die Corsica-Ferry in Livorno erreicht und das meiste der Überfahrt vermützt. Gegen Abend erreichten wir Bastia und schließlich das SudHotel, das nun für vier Nächte unser zu Hause sein sollte. Die Lage der Bleibe stellte sich als optimal heraus, immerhin gab es in der selben Straße gleich fünf(!) Tanken, wobei Esso mit dem 24h–Heinecken-Support maximalste Performance lieferte. Sonst hatten wir an diesem Abend nur noch eine geeignete Einwurfstätte zu finden, den Zuschlag bekam das Restaurant La Marine. Kellnerinenn mit brauchbaren Hutzn, billiger Alk, große Portionen von Mul-Mumus. Wer mal hinkommt: Direkt im Jacht-Hafen von Bastia.

Ascotal und Cap Corse

Am Ende waren es dann 300 Kilometer. Barns fährt bei mörder Hitze, etwa 40° nach Celsius, an. Über Casanova und Ponte Leccia führt der Weg ins Ascotal, auf über 2200m. Mitten auf der Strasse trifft man auf Kühe, Esel, Gänse und was auch immer Noah sonst noch auf seiner Arche über die Sinnflut gekarrt hat. Im gebirgigen Ascofluss fanden unsere Luxuskörper schliesslich Abkühlung in den naturgegebenen Whirlpools. War auch notwendig, weil nach ca. einer Stunde im Crusing-Mode über Lozarie und Ile-Rousse erreichten wir dann zum ersten Mal den Garten Eden, das „Deserte des Agriates“. Umschalten in den Knocking-on-heavens-door-Modus, die geilsten Kurven aller Zeiten stehen bevor. Bester Grip am Asphalt. Mörder Performance. Wini kommt zum ersten Mal aufs Knie und grinst in Folge drei Tage lang wie frisch (gef…) der Dose entnommen.
Man kommt dann zu einer Kreuzung wo es zu entscheiden gilt, ob man den direkten Weg nach Bastia nehmen oder noch „kurz“ um´s Cap Corse fahren soll. Zweiters war unsere Wahl. Landschaftlich wunderschön, griptechnisch ein Horror, Schnitt 40. Wäre optimal für SuperMotos. Immerhin waren dann aber die letzen 50km nach Bastia wieder feinheitlich, Marks funkensprühende Fussrasten kündigten den Bewohnern jede Ortsdurchfahrt an.

St. Florent, östliche Berge

Baden am Meer war am folgenden Tag angesagt. Nach ca. 60km gemächlicher Fahrt kamen wir in St. Florent an und parkten direkt am Strand. Ein lustiger Ossi aus Germanien, der vorher hergebrannt wurde, kam und meinte: „Habt Ihr den keine Probleme mit euren Akrappppovic-Anlagen, bei uns gibt´s da drei Punkte in Flennnnsburch?“. Eine berechtigte Frage, der Benelli-Fahrer (mit Carbooooon-Teilen) sollte am Ende rechtbehalten.
Am Nachmittag wurde die Wüste ein zweites Mal gepeinigt. Wir habe die fetten Striche wiederentdeckt, die wir am Vortag in den Asphalt gezeichnet haben. Nach kleiner, feiner Fresserei in Belgodere ging´s weiter über Ponte Leccia, Morosagila, mehrere Paßstraßen in ca. 1000m Höhe, durch kühle Wälder bis zum letzten Stopp in Piedicrose. Wir schauten den Leuten ein paar Minuten beim Bocca-spielen zu und fuhren weiter über Casamonza zurück nach Bastia.
Dort dann wieder the same procedure as every day. Im Wheely auf die Tanke, Sprudl und Bier holen, zurück zum Hotel, Helm, Jacke, Handschuhe weg, Bier vernichten, einer holt Bier-Nachschub von der Tanke, Hobel werden eingestellt, im Garten dann wieder das Bier entleert, Duschen und Umziehen, ein Reise-Seiterl und ab zum Essen ins La Marine.

Der Stausee in Calacuccia …

wäre eigentlich nicht zum Baden gedacht gewesen. Am nächsten Tag war nämlich die Luft schon etwas draussen, so beschlossen wir, den Tag an besagtem See zu verbringen. Baden war zwar verboten, aber deswegen um so schöner. Wini feierte das gleich mit einer Flitzerpartie und präsentierte der Umgebung seinen Zoermpi.
Am Nachmittag wurde es trotzdem noch eine Herbrenner-Partie, in Summe ca. 200km. Wegen zu hoher Geschwindigkeit konnte sich keiner die Ortstafeln merken. Daheim im SudHotel hatten wir den Plan, nach dem Essen recht bald nach Hause zu gehen, weil ja am nächsten Morgen um 06hundert die Überfahrt nach Nizza anstand. Im Endeffekt wurde es der größte Volle überhaupt.

Sacre bleu – Teil 1

Dachte sich der Mark, als er seine Honda mit Motoröl überflutet sah. Nach ca. 5 Stunden auf der Fähre erreichen wir Nizza. Was wir von der Musik an Deck gehalten haben wurde der Crew per Rauchzeichen mitgeteilt, jeder hat noch am Schiff einen fetten BurnOut hingelegt. Chosen-Franzi fährt bei feinem Wetter an, es ist 14:00 Uhr und wir haben 200km Alpen vor uns. Kurz vor Monaco hat sich der Wini eine Dose Öl gekauft aber nur ein paar Milliliter für die Yamaha gebraucht, den Rest hat der Mark im Tankrucksack verstaut. Nachdem der Casino-Berg raufwheelisiert wurde bogen wir links ins Alpenland ab. Da muss dann irgendwo am Weg zum San Turini Pass die Öldose aufgegangen sein. Die Reinigung hat eine halbe Stunde gedauert, dann kam die nächste Tragödie. Am Fusse des San Turini warten 2 Einheimische, um uns zu biegen. Die 750er GSXR war noch zu verkraften, die andere undefinierbare Arsch-Rodl tat weh.
Über den Col des Restefond, wo man feinsten Ringasphalt in 2880 Meter Seehöhe findet, geht’s weiter nach Barcelonette, dem Ziel der Tagesetappe. Wir bezogen das feinste Hotel der ganzen Tour und gingen nach einem 35-Euro-Imbiss hungrig mützen.

Sacre bleu – Teil 2

Dachte sich der Mark, als sein Kupplungsseil “Peng!“ machte. War eh schon spät, weil keiner so richtig vom Frühstücksbuffet wegzubringen war, bis halb zwei haben wir dann die Kupplung repariert. Dafür folgen aber wieder die feinsten französichen Alpen.
Barns fährt an, über den Col de Vars und Col d’Izoard. Diese Pässe werden auch bei der Tour d’France gefahren, Berg-und-Tal-Partien zwischen 300 und 2500 Meter Seehöhe. Man kommt kurz nach Italien (Susa), dann aber gleich wieder nach Frankreich. Es folgt eine geschlossene Brennerei über den Col du Mont Cenis und schließlich der Aufstieg zum Col de Iseran auf 2770m bei ca. 5 Grad und peiniger-unwürdigem Wetter, wie durch ein Wunder sind wir trocken in Val d’ Isere angekommen.
Aufgrund der Wetterlage, dem katastrophalen Reifenzustand bei Mark vorne und dem Herrn Chosen hinten, und weil es eh schon 20:30 war, wurde in Bourg St. Morice genächtigt.

Frankreich – Italien – Schweiz

Und wieder kommen wir erst zu mittag weg. Die zerstörten Reifen wurden durch neue Pilot-Power-Pneus ersetzt, dann beim Bambus-Drecks-Mäc noch ein ordentliches Frühstück eingeworfen.
Franzi fährt an und findet, dass der neue Michelin seinem Chosen-Gerät sehr würdig ist. Entsprechend peinigerwürdig war dann auch der Formations-Speed über die folgenden 400 Kilometer.
Nach dem kleinen St. Bernhard will der Wini auf dem Knie in Aosta einfahren, das funktioniert aber nicht ganz, daher mußten wir nachher die Hinterbremse der R6 deaktivieren, um ein Weiterfahren nach dem Rutscher zu ermöglichen.
Weiter geht´s über den großen Bernhard in die Schweiz, über Maritgny und Sion. Weil die ganzen 50-90-50 km/h – Passagen durch das Wallis bis nach Oberwald relativ zach waren, mußten wir die Zeit eben mit Wheely-über-den-Kreisverkehr-zupfen verkürzen, waren ja genug da. In Oberwald wurde eine feine Mahlzeit am Parkplatz zwischen den Hobeln eingeworfen, und entsprechend die Jausenabteilung des Supermarktes geschwächt. Dann gings den Furka-Pass hoch. Bester Grip ermöglicht bergauf ein Kilo fünfzig auf der Uhr, wenn man die Serpentine ordentlich rausbeschleunigt und die PS passen.
Kurz vor Anbruch der Dunkelheit haben wir dann die Peiniger-Eisen beim Rudi-Rüssel-Hotel zu Andermatt abgestellt, kurz GZSZ angeschaut und dann erstmals nach 12 Tagen wieder auf Deutsch die Mahlzeit bestellt.

Die letzte richtige Etappe …

… führt uns nach Absams in Tirol. Am Morgen haben wir uns noch kurz den Gotthard-Pass gegeben, hat sich aber nicht gelohnt. Umso schöner war dann die gepflegte Brennerei über die zahlreichen Pässe – Oberalppass zum Beispiel mit 2046m – nach Chur. Auf der Strecke nach Lenzerheide, Tiefencastel und schliesslich Davos waren dann keine eigentlichen Pässe mehr, trotzdem aber wunderbare Radien zum dezent dahinbrennen.
Nach Kaffee und Kuchen im billigen Davos kamen wir nach etwa einer guten halben Stunde über den Fuela Pass (2200m) zum Grenzübergang nach Österreich. Weil es sich anbot, schauten wir noch kurz im Samnauntal vorbei. Die Strecke ins Zollfreiparadies ist etwas gewöhnungsbedürftig, ca. 1,50 breit und besteht hauptsächlich aus Tunnel, die unbeleuchtet sind und 90-Grad-Kurven haben.
Die letzten Kilometer führt uns der Barns über die schmierige Pillerhöhe nach Wenns, dann nach Imst und schliesslich über die Autobahn im Sprintmodus nach Hall/Absams, wir durten hier bei der lieben Sabine übernachten.

Das Ende der Akrapovic-Tröten.

Nach einer völlig durchzechten Nacht mit Wini´s tiroler Verwandtschaft brauchten wir zu mittag ein brandgerät-reiches Frühstück, um überhaupt an ein Weiterfahren denken zu können. Ziel der letzten Etappe war, auf möglichst direkter Linie nach Hause zu kommen. Das hätte bedeutet: nonstop Autobahn bis Wörgl, Lofer, kleines Germanen-Eck, Salzburg, heim.
Nach Lofer kommt ein kleines ketzerisches Bergdorf mit dem klingenden Namen Bad Reichenhall. Die deutsche Polizei hielt dort unter Anleitung eines verräterischen zivilen (!!!) Motorradfahrers einen Kurs ab, wie man vernünftige Eisenreiter wegen banaler Lautstärkenverstösse drangsalieren kann. Eigentlich wollten wir auf der Aral-Tanke nur ein weiteres Brandgerät einwerfen, kommt auf einmal so ein grüner Kapperl-Hirt daher und beordert uns auf einen angrenzenden Parkplatz. Dort nahmen uns ca. 30 blöd-grinsende Uniformierte in Empfang, einer intelligenter als der andere. Ein Ordnungshüter zu Marks Stahlflex-Leitungen: „ … die sind ja nicht isoliert, da kann man sich ja elektrisieren!“ Oder eine ganz ehrgeizige Polizistin: „Um Gottes Willen, die Yamaha hat keine Hinterbremse, da kann man ja gar nicht fahren. Ich bremse nuuuur hinten“. Wini mußte sie dann fragen, ob sie dabei leicht schon ein paar mal auf den Kopf gefallen sei.
105 dB beim Herrn Chosen bedeuteten gute 60 Eier, durfte aber weiterfahren, weil er einen dB-Killer im Gepäck hatte. Mark kam ohne Strafe davon, hatte das e-Zeichen in seinem Remus (daher sind 94 dB in Ordnung). Das er keine Nummerntafel hatte und sonst auch das ganze Heck halbwegs im Arsch war fiel keinem auf. Wini mit 95,4 dB und Barns mit 95,6 dB wurde der Akrapovic abgeschrauft, abholbar nach 3 Monaten in Traunstein, vorheriger Erlag von 70 Eier notwendig. Mark und Franzi brachten die Original-Tröten dann mit dem Auto.
Der Ossi in St. Florent hatte also Recht behalten. „… bei uns gibt´s da drei Punkte in Flennnnsburch!“.

Danke. Ende. Chosen.

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