Beiträge vom 18. Juli 2003

Chillout

Freitag, 18. Juli 2003 | Autor: hOObsy

Mariazell – Erlaufsee | Mördersommer Mörderhitze

Auf unserer Standard-Maria-Zeller Runde suchten wir nach Abkühlung und Hygiene für unser verschwitzen, in die Lederkombi einigesudelten Luxuskörper. Am Rande von Mariazell fanden wir die wohltuende Erfrischung im Erlaufsee. Schon fast zu Hause bot sich am Marktplatz von Weyer ein Anblick des Grauens. Dazu später noch mehr…

Tour[ists]:

Barns | Chosen | Goggi | Mark

   
Sa 18/07/03 Schwanenstadt – Ziehberg – Hengstpass – Wildalpen – Mariazell – Erlaufsee – Weyer – Steinbach/Steyr (ca. 400km)
mark.jpg Im gewohnten Herbrenner-Modus ging es von der Shell-Tankstelle (Düsi) los Richtung Gschwandt, Steinbach/Ziehberg und Micheldorf. Einbiegen in die B138 – Kolonnen von Bürgerkäfigen und LKWs wurden gnadenlos hergebrannt. Danach kaum noch Verkehr über den Hengstpass, die wenigen Sonntagseisenreiter wurden locker geschnupft. „Tschick-Pause“ nach der langen Baustelle kurz vor Altenmarkt, aber immer noch kein Gog.Master in Sicht (Barns: „i moan der hot sei Fireblade gschuatert und trogst üba die Baustelle, dass jo ned z’staubig wird“)

Da auch diese Hürde überwunden wurde, vollstreckten wir die folgenden schnellen Kurven mit ca. 160 km/h in mörder Schräglage. Nach einer ausgiebigen Schnitzelpartie in den Wildalpen (Gasthaus Kaiserwirt, dort kann eine Grillplatte für 2 Personen schon mal vier ausgemergelten Kurvenpeiniger Parole bieten) und circa 33 °C im Schatten sammelten sich schon diverse ausgedünstete Körperflüssigkeiten im Schritt der Lederkombi. Aber für Buße tun und Sünden beichten für die zahlreichen vernichteten Bürgerkäfige und Zweiradartisten war in Mariazell keine Zeit. Endlich am Erlaufsee angekommen – Station am Froschmannstützpunkt. Leider keine guten hutzntechnischen Aussichten. Nun konnten wir unser geschundenen Luxuskörper und die vom Gummiabrieb schwarzgewordene Seele mit einer rituellen Waschung reinigen. Unser streng atheistischer Franzi fand nach erstmaliger Verweigerung gefallen daran und machte einen regelrechten Jungbrunnenkult daraus. Mit einem fünf Jahre jüngeren Selbstgefühl ging es weiter über Göstling nach Weyer mit circa 150 km/h Schnitt, wo die Standard-Kaffee-Schober-Pause anstand.

wildalpenmittagspause.jpg Bis dahin war es eine mörderschnelle Partie ohne „Kiwarei“. Aber dann das Grauen am Weyer-Marktplatz. Keine freie Parkplatzlücke, alles zugeparkt mit Polizisten-Käfigen, Ansammlungen von Uniformierten und sogar ein Hubschrauber am Horizont. Was war geschehen, haben wir soviel verbrochen, haben die uns hier in Weyer aufgelauert? Beim Kaffeeklatsch wurden wir von Weyer-Hutzn aufgeklärt, dass sich in den Wäldern rund um Weyer angeblich der Vergewaltiger von Saalfelden versteckt hält. Mit der Gewissheit, dass alle Uniformierten aus dem Raum OÖ und NÖ in Weyer stationiert sind, zog Mark noch einen astreinen Wheelie an zehn geparkten Polizeiautos vorbei, ehe wir im Herbrennmodus das Weite suchten. Danke.Ende.Barns.

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